Akne? Wissenswertes zu unreiner Haut.

Sie haben hartnäckige Unreinheiten? Mitesser, vereinzelte Pickel oder sogar eine Form von Akne, die Sie im Alltag manchmal belastet? Akne gibt es nicht nur in der Pubertät, auch Erwchsene leiden darunter. Wir haben hier für Sie Wissenswertes zusammengestellt.

Wie entsteht eigentlich Akne?

Hautunreinheiten und Akne entstehen in erster Linie, weil die Talgdrüsen in der Haut stark auf hormonelle Veränderungen reagieren. Diese Hormonschwankungen gibt es nicht nur in der Pubertät. Etwa 95 % der Jugendlichen und 40 % der Erwachsenen sind mittlerweile davon betroffen. Im Erwachsenenalter tritt Akne häufiger bei Frauen auf. Die Entstehung von Akne verläuft in 3 Stadien:

Stadium 1:
Die Talgdrüsen reagieren auf hormonelle Umstellungen, Stress und andere Einflüsse und produzieren mehr Talg (Sebum). Die Haut wird fettiger und glänzt. Außerdem kommt es zu einer stark ausgeprägten Verhornung.

Stadium 2:
Die Talgdrüsenausgänge verstopfen durch einen Horn-Propfen (Mikrokomedo). Sichtbare Mitesser (Komedone) bilden sich: Zuerst als stecknadelkopfgroße, hautfarbene Knötchen (geschlossene Komedone), dann als offene Komedone. Diese haben eine durch Hautpigmente dunkel gefärbte Öffnung in der Mitte.

Stadium 3:
Die vermehrte Talgproduktion bietet einen perfekten Nährboden für besondere Bakterien, deren Stoffwechselprodukte entzündungsfördernd wirken. Aus Mitessern werden so entzündliche Pickel (Papeln), Eiterbläschen (Pusteln) und Knoten.

Als Team zum Erfolg!

Die gute Nachricht: Heute muss sich niemand mehr mit Aknehaut abfinden. Akne ist in jedem Alter sehr gut behandelbar. Die Behandlung erfordert allerdings sehr viel Feingefühl und Erfahrung. Und Ihrerseits Geduld. Um das Hautbild zu verbessern, braucht es etwas Zeit – für die ersten Verbesserungen ca. 6 Wochen!

Unsere Akne Checkliste:

  • Wann sind erstmalig Pickel, Pusteln und Entzündungen aufgetreten?
  • Ist der jetzige Zustand erstmalig oder wiederkehrend?
  • War die Entwicklung rasch oder schleichend?
  • Wie pflegen Sie Ihre Haut zur Zeit?
  • Waren Sie bereits in dermatologischer Behandlung, und wenn ja, worin bestand die Behandlung?
  • Welche Kosmetika nutzen Sie?
  • Haben Sie andere Hautkrankheiten?
  • Gab es in der Familie ähnliche Fälle?
  • Stehen Sie zur Zeit unter starkem Stress?
  • Nehmen Sie Medikamente oder Hormonpräparate?
  • Haben Sie eine neue Tätigkeit, bei der sie mit Ölen in Kontakt kommen oder stark schwitzen?

Was können Sie konkret tun?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Therapie. Prinzipiell richtet sich die Behandlung nach dem Schweregrad Ihrer Akne. In weniger schweren Fällen ist eine topische (äußerliche) Therapie die erste Wahl. Bei hartnäckigen, schwereren Formen von Akne ist manchmal die Einnahme von Medikamenten (systemische Therapie) nicht zu umgehen. Zusätzlich werden heute vermehrt Kombinationstherapien mit Microdermabrasion und speziell für die Aknebehandlung entwickelte Lasertherapien eingesetzt, um Nebenwirkungen zu verringern und effektivere Ergebnisse zu erzielen. Dazu kommt die „manuelle Akne Therapie, d.h. das fachmännische Ausreinigen” der Haut. Hierdurch wird die Entzündungsaktivität der Akne massiv abgebremst.

Das Ziel der Therapie:

• Talgproduktion regulieren
• Verstopfte Poren öffnen und ausreinigen
• Bakterienwachstum reduzieren
• Entzündungen eindämmen

Die Basis hierfür bietet in jedem Fall die konsequente Anwendung von individuell auf Ihre Hautsituation abgestimmten Reinigungs- und Pflegeprodukten. Obwohl bei unreiner Haut und Akne mehrere Faktoren ursächlich zusammenkommen, klingen die Hauterscheinungen häufig schon ab, wenn man beim Reinigungs- und Pflegeprogramm Durchhaltevermögen beweist. Zeigt eine medikamentöse Behandlung unerwünschte Nebenerscheinungen wie Hauttrockenheit, Irritationen und Rötungen, helfen therapiebegleitend dermatologische Pflegeprodukte.

Ihre individuelle Pflege-Routine starten

Eine auf Ihre Haut abgestimmte Pflege-Routine kann viel bewirken – besonders dann, wenn Ihre Haut zusätzlich auch noch empfindlich ist. Jede Haut braucht dabei eine  gezielte, auf die jeweilige Hautsituation und den Grad der Hautunreinheiten abgestimmte Produktauswahl. Aber auch die Ergänzung der jeweiligen Therapie durch dermatologische Reinigungs- und Pflegeprodukte wird von uns besonders empfohlen.

Der erste Schritt ist eine wirksame, nicht aggressive Reinigung; auch wenn Aknehaut eher fettig ist, sollte sie nicht zu viel an Feuchtigkeit verlieren und austrocknen. Denken Sie daran: Ihre Mitarbeit ist der wichtigste Faktor für den Erfolg der Therapie. Ohne konsequente Einhaltung der Therapievorgaben ist das Gelingen deutlich erschwert. Wir empfehlen nicht ohne Grund, die Reinigung der Haut ernst zu nehmen. Durch talgregulierende und antibakterielle Wirkstoffe wird sie zu einer wirkungsvollen Behandlungsmaßnahme und nimmt nicht nur die Schmutz-Partikel von der Haut, sondern entfernt auch überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen, die, wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden, die Mitesser-Bildung anregen.

Dermatologische Reinigungs- und Pflegeroutine

  1. Reinigen: Ein gründliches und zugleich sanftes Reinigungsprodukt entfernt überschüssigen Talg und Verunreinigungen.
  2. Klären: Antibakterielle und regulierende Wirkstoffe beugen der Entstehung neuer Unreinheiten vor.
  3. Pflegen: Gezielte Pflege-Maßnahmen normalisieren die Hautsituation und führen Feuchtigkeit zu.

Bei entzündeten Hautunreinheiten muss eine dermatologisch wirksame Pflege viele Ansprüche erfüllen: die Talgproduktion regulieren, die Vermehrung von Bakterien hemmen, die Entstehung von Unreinheiten mindern, abgestorbene Hautzellen lösen und verstopfte Poren befreien, den Mangel an Linolsäure ausgleichen – und die Haut auf keinen Fall
austrocknen. Bei verstopften Poren und einem großporigen körnigen Hautbild ist aus dermatologischer Sicht eine keratolytisch wirkende (schälende) Pflege die erste  Empfehlung.

Bei einer medikamentösen Behandlung mit Wirkstoffen wie Isotretinoin kann es dagegen zur Austrocknung und Reizung der Haut kommen. Dann muss die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und die hauteigene Barriere-Schicht wieder normalisiert werden. Wir stellen ein individuelles Programm, bestehend aus effektiver dermatologischer Therapie, Pflegeprodukten und manueller Therapie wie z.B. Aknetoilette mit Microdermabrasion oder einer aknespezifischen Lasertherapie für Sie zusammen.

Welche Faktoren können noch eine Rolle spielen?

Es gibt die unterschiedlichsten Erfahrungen, wie Sonnenstrahlung auf Akne wirkt – nur leider keine seriösen, wissenschaftlichen Untersuchungen dazu. In den meisten Fällen scheint sich Akne durch UV-Strahlung – ob natürlich oder künstlich – zu verbessern; das ist jedoch in aller Regel nur ein vorübergehender Zustand. Nach einer gewissen Zeit setzen sogenannte Verhornungsstörungen der Haut ein, die dazu führen, dass sich das Hautbild verschlechtert. Bedenken Sie, dass die Empfindlichkeit Ihrer Haut gegenüber UV-Strahlung durch bestimmte Akne-Medikamente zusätzlich erhöht werden kann. Wählen Sie als Aknepatient auf jeden Fall ein nicht fettendes und gut verträgliches
Produkt mit hohem Lichtschutzfaktor. Fragen Sie uns, wir geben Ihnen gerne eine individuelle Empfehlung.

Tipps und Tricks

Als eine der Ursachen für Akne wird oft eine „schlechte“ Ernährung genannt. Das ist so nicht richtig. Es kann sich positiv auf das Hautbild auswirken, wenn bestimmte Nahrungsmittel reduziert, vermieden oder in den Speiseplan aufgenommen werden. Mittlerweile gibt es fundierte Studien, dass Kuhmilchgenuss und leicht verstoffwechselbare Kohlehydrate Akne verschlimmern. Deshalb meiden Sie Kuhmilchprodukte und ersetzen Sie diese durch Schafs-, Ziegenmilch oder Soja-Produkte. Setzen Sie auf Vollkornprodukte und Gemüse (v.a. rotes). Vermeiden Sie Süßigkeiten, egal ob Schokolade oder Gummibärchen. Ersetzen Sie Produkte aus weißem Mehl (z. B. Pizza, Pasta, Toast, Weißbrot) durch Produkte aus Dinkel. Auch die Wahl individuell angepasster Reinigungs- und Pflegeprodukte ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Akne.

Kramer und Kollegen Aknetherapie

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