Rosacea

Wissenswertes zu Rosacea

Was ist Rosacea?

Rosacea ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, deren Ursachen bis heute noch nicht eindeutig geklärt sind – man vermutet erbliche Faktoren. Experten schätzen, dass bis zu fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter Rosacea leiden. Dabei sind hellhäutige Menschen am häufigsten betroffen, und hiervon wiederum am häufigsten Frauen. Rosacea tritt zum ersten Mal meist zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr auf. Im Volksmund wird Rosacea auch „Fluch der Kelten“, „Kupferrose“, „Couperose“ oder „Rotfinne“ genannt.

Wie äußert sich Rosacea?

Rosacea beginnt oft mit einer Erweiterung der Blutgefäße im Bereich der Nase, der Wangen, an Kinn oder Stirn. Die Rötungen gehen anfangs wieder zurück, später sind sie dauerhaft sichtbar. Bei rund 60% der Patienten kommt es zu Entzündungen: Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterpickel) treten
an den betroffenen Hautpartien auf.

Wie ist der Verlauf von Rosacea?

Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu einer Vermehrung des Bindegewebes und der Talgdrüsen. Die Haut schwillt an und die Hautporen treten vergrößert hervor. Vor allem bei Männern kann es zu einer knollenartig verdickten Nase kommen (Rhinophym), oder auch zu Hautverdickung am Kinn (Gnatophym) und an den Ohren (Otophym). Bei rund 20 bis 50 Prozent der Betroffenen greifen unabhängig vom Schweregrad ihrer Hauterkrankung die entzündlichen Prozesse auf die Augen über. Die Folge sind Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, trockene Augen oder Hornhautentzündung. Eine augenärztliche Untersuchung ist hier wichtig.

Was tun?

Viele Auslöser können Sie vermeiden!

Die genauen Ursachen der Rosacea sind noch weitgehend unbekannt. Man weiß jedoch, dass bestimmte Reize eine Schädigung im Bereich des Bindegewebes und der Lederhaut provozieren, was wiederum eine Entzündung zur Folge hat. Bekannte Auslöser dieser Schädigung sind Faktoren, die zu einer verstärkten Durchblutung des Gesichts führen. Zum Beispiel:

  • psychische Stress- und Konfliktsituationen
  • Sonne
  • Hitze
  • Kälte
  • scharfe Gewürze
  • Alkoholkonsum
  • zu fetthaltige Hautpflegeprodukte
  • regelmäßiger Genuss von Kuhmilchprodukten.

Auch wenn der Einfluss dieser Faktoren von Patient zu Patient unterschiedlich ist – vermeiden Sie so gut wie möglich diese Auslöser. Wenn Rosacea nicht rechtzeitig behandelt wird, verschlechtert sich das Krankheitsbild über die Jahre. Eine frühzeitige medikamentöse Therapie kann den Verlauf vielleicht günstig beeinflussen. Entscheidend bei der Behandlung der Rosacea ist die antientzündliche Komponente des Medikaments. Zur äußerlichen Behandlung stehen Ihnen z.B. Lotionen, Cremes oder Gel mit dem Wirkstoff Metronidazol zur Verfügung. Als orale Therapie haben sich Tabletten und Kapseln mit dem Wirkstoff Doxycyclin bewährt. Manuelle Therapie wie die Rosaceamaske und die Acthydermtherapie fördern zusätzlich die Abheilung und die Stabilisierung der Haut. Die Couperose (Stadium 1 der Rosacea) lässt sich sehr gut mit dem Farbstofflaser oder dem IPL behandeln. Die Äderchen verschwinden nahezu vollständig. Stress, Nervosität und psychische Belastung haben einen deutlichen Einfluss auf Rosacea und können einen Schub auslösen.

Vermeiden Sie Stress und setzen Sie sich nicht selbst unter Druck!

Seelische Ausgeglichenheit hilft Ihnen, besser mit Ihrer Krankheit umzugehen. Bauen Sie Entspannungsmomente in Ihren Alltag mit ein. Eine leicht zu erlernende Entspannungstherapie ist die professionelle Muskelrelaxation nach Jacobson. Auf den folgenden Seiten lesen Sie, wie Sie Ihrer Haut zusätzlich Gutes tun und die Behandlung unterstützen können.

Rosacea

MVZ Dr. Kramer
Dermatologie Laser Aesthetik

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